|
Wann wird’s mal wieder richtig Frühling, wäre in diesem Jahr der richtige Spruch. Nachdem es bis Anfang März geschneit hat, wollten wir uns ein paar Tage Sonne gönnen. Nachteil: Auch auf Mallorca war noch Nachtfrost angesagt. Ab dem 14.3., unserem Abflugtag, sollte es aber sonnig und wärmer, bis 15° werden.
Der Flug war, wieder einmal, mit Easyjet ab Dortmund.
Wir haben uns für das Hotel El Cid in C’an Pastilla entschieden, also etwas entfernt von den allseits bekannten und beliebten Zentren der deutschen Partylöwen und Löwinnen.
Während Uli auf unseren Koffer wartete, habe ich mir an ein er der vielen Autovermietstationen im Ankunftsbereich einen Jeep Wrangler gemietet. War eine spontane Entscheidung, ich wollte eigentlich ein Cabrio, aber es gab nur Ford Ka oder Audi TT, die mir beide zu klein vorkamen. Ich hab allerdings noch nie drin gesessen, werde ich demnächst aber mal probeweise nachholen.
Ich wußte in etwa, wo unser Hotel liegt und habe das Auto in einer Seitenstraße abgestellt, damit wir es vom Strand aus suchen konnten. Rechts war nur ein Hotel, ein Namensschild konnte man nicht erkennen, es sah aber ganz anders aus als auf den Fotos im Internet. Also: Nach links. Nach ca. 10 Minuten war immer noch kein El Cid zu sehen, am Balneario 13 haben wir deshalb wieder umgedreht und sind weiter in Richtung S’Arenal gefahren. Das Hotel war nirgendwo zu finden. In einem Minimarkt habe ich gefragt und wurde noch weiter nach Osten geschickt. Nach weiteren 20 Minuten habe ich noch Mal gefragt, dieses Mal an einer Tankstelle, dort wurde ich in westliche Richtung geschickt. Na toll. Und ich hatte Uli erzählt, daß ich weiß, wo wir hin müssen. Das Ende vom Lied jedenfalls: Es war das Hotel, neben dem wir als erstes gehalten hatten, ich hatte es also gleich auf Anhieb gefunden, es aber nicht gemerkt.
Aber zum Thema: Nach dem Koffer auspacken kletterten wir gleich wieder ins Auto, ich wollte Uli so viel wie möglich zeigen. Am ersten Tag allerdings nicht zu viel. Nach der kilometerlangen Baustelle in Richtung Santanyi, hier wird, mit EU-Mitteln wahrscheinlich, eine mehrspurige Autobahn gebaut, während die Straßen in Deutschland mittlerweile wie in einem 4.Welt-Land aussehen, fuhren wir durch Llucmajor und Campos zum weltberühmten Strand “Es Trenc”. Verfehlen kann man ihn nicht, an fast jeder Seitenstraße steht ein Hinweisschild. Angeblich der schönste Strand der Insel, 9 km lang. Ich war schon seit über 10 Jahren nicht mehr da gewesen, damals hat es mir allerdings nicht besonders gefallen. Dieses Mal auch nicht. Was daran lag, daß wir gar nicht bis zum Strand kamen, sondern vorher 5€ Parkgebühren zahlen sollten, wozu wir natürlich keine Lust hatten, da wir nur kurz schauen wollten. Also ging’s an den Salinen mit den malerischen Salzbergen vorbei nach Sa Rapita, dem anderen Ende von Es Trenc . Am Club Nautico bekamen wir einen freien Parkplatz, setzten uns zum Aufwärmen zunächst ins Hafenrestaurant, aßen Fritos Mallorquin, ein Thunfischbaguette und bestaunten dann den “naturbelassenen” Strand. Naturbelassen heißt, daß niemand den Dreck und die Algen entfernt. Das Wasser ist zwar schön türkisig, was auf dsem Foto nicht so rauskommt, weil es bewölkt war, aber um ins Wasser zu kommen, muss man durch die angeschwemmten Algen gehen. Ich war allerdings nur im Frühjahr und Herbst hier, im Sommer wird vielleicht geräumt, worauf die meterhohen aufgeschütteten Algenberge im Hinterland deuten. Dann ist es allerdings wirklich ein wunderschöner Strand, auch einer der 2 für Nudisten erlaubten der Insel.
Das war es auch schon für heute, wir fuhren wieder nach Hause und genossen den Sonnenuntergang vom Balkon aus.
126 km gefahren
|