Teneriffa Nord

8. Tag

Eine Woche Los Gigantesist vorbei und wir ziehen um, Koffer packen und mit einer Träne im Knopfloch weiter. So ein großes schönes Appartement bekommen wir bestimmt nicht noch mal. Wir fahren natürlich nicht nur in den Norden, sondern nutzen die Fahrt zur Besichtigung der Orte, an denen wir noch nicht gewesen sind.

Los Gigantes, eine beeindruckende Steilküste mit einem Dorf, das mir aber ziemlich überlaufen vorkam. Danach wurde es kurvig, durch die Berge hatte man ganz schön zu kurbeln. Am frühen Nachmittag kamen wir in Puerto de la Cruz an, leider war kein Sonnenschein mehr, sondern alles bewölkt. Das sollte so bleiben den Rest der Woche. Das Hotel Maritim ist ein riesiger Klotz direkt an der Steilküste, einen Strand gibt es nicht. Aber eigentlich gibt es gar keinen Strand in der Nähe, außer im riesigen Meerwasserschwimmbad Lago Martianez. Das Zimmer kam uns sehr winzig vor, außer dem Bett paßte eigentlich gar nichts mehr rein und wir wechselten nochmal für einen kleinen Aufpreis in eine Suite, in der noch ein Wohnzimmer bei war. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, erst hier zu wohnen, dann würde man sich in der 2. Woche über die großen Zimmer und die Sonne freuen und nicht umgekehrt. Essensmäßig hatten wir jetzt Halbpension, mußten uns also abends am Buffet anstellen. Es waren ein paar gutschmeckende Sachen bei, aber hauptsächlich war es doch das übliche Hotelessen, also nichts speziell spanisches oder würziges. Man konnte aber statt des Abendbuffet auch in einem der Restaurants des Hotels essen und bekam einen Gutschein dafür. Und da schmeckte dann dieselbe Paella plötzlich viel besser.

 

 

9. Tag

Heute Playa de las Teresitasfuhren wir weiter in den Norden. Zuerst nach Bajamar und weiter zum Punta del Hidalgo, wo es nicht mehr weitergeht. Auf die Strecke kann man meiner Meinung nach verzichten. Wieder zurück ging's dann nach Tagana an den Northpoint Teneriffa's. Alles voller Reisebusse und Touri's da. Die beiden Restaurants waren völlig überfüllt. Also auch lieber erst nachmittags hinfahren. Die Strecke ist aber ein Muß, auch wenn es wieder sehr kurvig ist. Danach kam dann die Ostküste und der berühmte Playa de las Teresitas. Ein Strand, der mal nicht für Touristen ist, sondern für die Teneriffenios oder wie man die nennt. Wunderschön, mit Wellenbrechern und aufgeschüttetem Sand aus der Sahara. In einem der kleinen Restaurants haben wir Gambas Al Ajillo gegessen und dann Santa Cruz durchschlendert. Es ist eigentlich eine ganz normale Industriestadt mit 200.000 Einwohnern. Das Besondere : es ist eine spanische Stadt und keine Touristenhochburg. Es verirrt sich recht selten mal jemand hier hin und so bleiben die Spanier unter sich.

Man sollte die Stadt zu Fuß erforschen. Sehr schön ist die Hafenpromenade und der älteste Teil der Stadt, am Markt.

Es sind aber viel Autos unterwegs und es fast immer irgendwo ein ziemlich langer Stau. Da nützt auch die Autopista nichts. Abends waren wir in Puerto de la Cruz . Zum Essen gab's Buffet im Hotel.

 

 

10. Tag

Drachenbaum IcodHeute war der weltberühmte Drachenbaum in Icod dran. Die Stadt selbst ist recht uninteressant, aber der Baum zieht die Touristenbusse, und uns, an. Der Drachenbaum gehört zur Familie der Liliengewächse. Das Alter ist schwer zu bestimmen, da er keine Jahresringe aufweist. Er besteht nicht aus einem Stamm mit sich verzweigenden Ästen, sondern er wächst in Gabelungen, die jeweils etwa die gleiche Stärke haben. Das Wachstum der Gabelungen ist sehr unterschiedlich, was eine Datierung erschwert. Die Balkon in IcodSchätzungen liegen bei etwa 365 Jahren. Die Schilder, die überall rumstehen, machen in aber über 1000 Jahre alt, hört sich ja auch besser an als 365. Scheint aber ein männlicher Baum zu sein, ein weiblicher würde sich bestimmt jünger machen. Seine Verehrung als " Heiliger Baum der Guanchen " verdankt der Drachenbaum einem dickflüssigen Pflanzensaft, der sich an der Luft färbt. Der Saft wurde in der Heilkunst und bei der Mumifizierung der Toten verwendet. Eine Museum und eine Kirche sowie ein kleiner Park ist auch in der Nähe. Und einige schöne Balkone.

Nachmittags waren wir in Puerto de la Cruz.  Die Stadt verbindet eine gute touristische Infrastruktur mit den Überbleibseln eines gewachsenen Städtchens. Den Mangel an richtigen Stränden hat der spanische Architekt Cesar Manrique, der auf allen kanarischen Inseln sein Unwesen trieb, mit einem künstlich geschaffenen Badesee behoben. Das Wasser im Lago Martianez wird dreimal pro Woche mit frischem Meerwasser gefüllt. Die bunte Poollandschaft im Vulkangestein ist vielleicht nicht ursprünglichstes Teneriffa, aber sie ist familienfreundlich Lago Martianezund originell. Wir waren allerdings nicht drin, es war auch die ganze Woche fast nur bewölkt. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Plaza del Chargo, hier gibt es jede Menge kleinere und größere Geschäfte und Restaurants, in denen man u.a. auch Gambas Al Ajillo essen kann. Die Straße bis zum Lido Martianez ist ganz auf Tourismus eingerichtet, es gibt alles, was das Besucherherz begehrt, wirkt aber nicht so steril wie in den Orten im Süden. Trotz der Hochhäuser. Auf dem Weg zum Hotel waren wir noch am Playa Jardin, einem auch von Cesar Manrique gestylten Strand mit schwarzem Sand. Abends gab es Paella im Hotelrestaurant.

 

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11. Tag

Casa de los BalconesHeute waren wir in La Orotava u.a. in der Casa de los Balcones, einem Haus mit vielen Balkonen und Touristen. Erbaut im 17. Jahrhundert mit dem schönsten Patio der Insel und einem Museum, das Szenen aus der guten alten Zeit zeigt, als hier noch die adeligen Gutsbesitzer das Sagen hatten. Eine Stickereischule ist auch drin, die Leute laufen in schönen Kostümen rum, aber das alles ist nur für die ständig vorbeikommenden Busse voller Menschen.

La OrotavaDas Zentrum von La Orotava steht unter Denkmalschutz. Die Altstadt bietet nicht nur schöne Architektur, sondern auch eine wunderschön gelegene Plaza, wo einmal im Jahr, zu Fronleichnam, ein tolles Bild aus Vulkansand zusammengestellt wird.

MascaNachmittags fuhren wir dann nach Masca, einem kleinen Dorf im Teno - Gebirge im Westen der Insel. Der Fahrt ist sehr serpentinig und die Straße auch sehr eng, es passen nur selten zwei entgegenkommende Autos aneinander vorbei. Allerdings kommen auch Busse irgendwie durch. Deshalb ist an der entscheidenden Stelle, nämlich der, wo die Fotos gemacht werden, Mascaalles voll. Auch nachmittags. Auf der Weiterfahrt nach Buenavista und weiter nach Hause war es dann aber ziemlich leer, die meisten fahren von Masca aus wohl wieder die Strecke zurück, die sie gekommen sind. Eine Autowoche war heute um, die letzten Tage wurden jetzt zu Fuß geurlaubt.

Die Paella gestern hat so gut geschmeckt, daß wir heute Abend noch eine gegessen haben.

 

 

12. Tag

Ausnahmsweise war heute mal sunshine und wir haben uns am Playa Jardin gesonnt.

Mit kurzer Pause zum Gambas AlAjillo essen.  

Dabei habe ich mir folgendes Fazit überlegt : Teneriffa macht Spaß. Im Süden ist die Sonne und die Action, bei karger Landschaft. Im Norden ist es grün und blumig, dafür regnet es oft. Gebaut wird auch, aber nicht in den Größenordnungen wie im Süden. Ich würde auch beim nächsten Mal, wenn es das gibt, einen wöchentlichen Wechsel machen. Allerdings zuerst in den Norden. Auf jeden Fall werde ich irgendwann mal im Februar zum Karneval hier sein, der alles, was es in Europa zu dem Thema gibt, in den Schatten stellen soll. Nur Rio und Trinidad ist noch größer.

Abends haben wir uns noch mal das Hotel - Buffet reingezwängt.

 

13. Tag

loro

Wenn das Wetter nicht so gut ist und auch sonst nicht mehr viel zu tun ist, geht man in einen Park. Der Loro Parque ist nur ca. 200 Meter vom Hotel entfernt und wir haben uns den ganzen Tag Pinguine, Robben, Kanarienvögel, Delphine, Fische und Tiger undundund....angesehen.

Man hat den ganzen Tag zu tun bis man alles gesehen hat. Wer im Norden Teneriffa's wohnt, sollte auf jeden Fall mal vorbei schauen.

Abends gab es zum letzten Mal Buffetessen im Hotel.

 

 

14. Tag

Rückflug. Mit dem Bus standen wir zuerst etwa eine Stunde lang im Stau, dann ging es recht zügig zum Flughafen. Der Flieger war wieder ein A 310 von HLF. Es war so eng, daß, wenn man einmal in den Sitzen saß, nicht mehr rauskam. Da, wo früher eine 2-4-2 Bestuhlung war, war jetzt 3-3-3, also eine Reihe mehr. Ich habe außer bei Start und Landung nur gestanden und den Leuten an den Toiletten erklärt, wie die Türen aufgehen. Sitzend war es für mich nicht erträglich. Die Stewardess sagte irgendwann, nachdem sie mehrmals einem Passagier die Trolley an die Schulter gerammt hatte : " Entschuldigung, aber es ist alles so eng hier :" Dem kann ich nichts mehr hinzufügen...

Meine Beschwerde wurde von Hapag Llloyd etwa folgendermaßen beantwortet : Das ist der Standard bei europäischen Chartergesellschaften. Na denn, Gute Nacht......

 

Weitere Bilder und Infos gibt’s bei

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