Teneriffa Süd

1. Tag

 

Es fing Flamingo Suites Costa Adejealles so an, wie ich es überhaupt nicht leiden kann, nämlich mit einem Abflug um 4 Uhr früh. Wir mußten aus privaten Gründen ab Hannover fliegen und Hapag Lloyd  flog so früh. Wir sind gar nicht erst im Bett gewesen und um 2 Uhr zum Flughafen gefahren. Waren dafür die zweiten am Schalter. Einen Platz am Notausgang konnte uns trotzdem nur einer gegeben werden, die Ausreden waren ziemlich dürftig, aber ich wollte nicht laut werden. Im Flieger saß ich dann völlig eingezwängt in einer Mittelreihe. Tina saß mit zwei Sitz-Zwergen auf dem Notausgangsplatz, wir haben zwischendurch gewechselt. Die 4 Stunden durchgehend war es sonst nicht auszuhalten. Meine Schwiegermutter ist aber mittlerweile auch mit Hapag Lloyd geflogen, allerdings mit einer B 737, und war zufrieden mit dem Sitzplatzabstand. In dem Airbus A 310 war es aber nicht auszuhalten. Mittlerweile ist aber in allen Chartergesellschaft der Abstand “angepasst” worden, das heisst: Es ist egal, mit wem du fleigst, es ist immer sehr eng.....

Kurz vor 11 waren wir dann im Hotel. Der Busfahrer setzte uns zuerst verkehrt aus, es gibt ein Flamingo Hotel und die Flamingo Suites.

Wir gingen also 100 Meter weiter und kamen an einen ruhigen völlig verlassenen aussehenden Ort. Außer dem Señor an der Rezeption war niemand zu sehen. Er zeigte uns unser Appartement und fragte, ob er uns auch noch ein anderes zeigen dürfe. Er durfte. Es war wohl eine Präsidentensuite über 2 Stockwerke mit 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer, Esszimmer, Küche und Balkon über 2 Etagen. Ich fragte nach dem Mehrpreis, aber er wollte uns das Zimmer ohne Aufpreis und, wie er sagte, ohne Hintergedanken geben. Wir waren auch die einzigen Gäste, nach uns sollte geschlossen werden wg. Renovierungen. Der Balkon hatte eine Größe von 5 mal 20 Metern, also größer als eine normale Wohnung. Der Nachteil bei dem Ganzen : Direkt gegenüber war eine Baustelle. Da uns aber schon auf der Fahrt vom Flughafen aufgefallen war, das wohl die ganze Insel eine Baustelle ist, akzeptierten wir das, eine Reklamation hätte uns sowieso nur an eine andere Baustelle gebracht und es gefiel uns sehr gut. Wir setzten uns beide Kopfhörer auf und hörten Musik, abends um 8 war der Lärm vorbei. Zwischendurch waren wir nebenan im Supermarkt einkaufen und im Restaurant Gambas Al Ajillo essen.

 

 

2. Tag

Wir hatten beide richtig ausgeschlafen, um 8 Uhr ging zwar gegenüber der Krach wieder los, aber wir hatten Ohrproppen mit. Wir machten erstmal eine Rundgang durch's Dorf und stellten fest, das jedes zweite Restaurant ein Chinese war. Merkwürdig. In Griechenland esse ich ja einmal die Woche beim Chinesen, weil die dortige Küche nicht so abwechslungsreich wie in Spanien ist, aber hier ????? Ansonsten ist ein Hotel neben dem anderen und zwischendurch mal ein Einkaufzentrum. Der Strand war brechend voll und auch sehr laut. Wir beschlossen, lieber auf dem Balkon zu liegen und zwischendurch mal in den Pool zu springen. Das Meerwasser sah ziemlich bräunlich aus. Mittags gab's Gambas Al Ajillo, abends waren wir in einem Restaurant an der Hafenpromenade auf eine Fischpaella, schmeckte aber nicht besonders, würden wir also nicht wieder bestellen. Aber es gab ja noch mehr Essläden.

 

 

3. Tag

Ich war morgens bei der es-gibt-einen-Drink-umsonst-bei-der-Reiseleitung-Besprechung. Es waren aber keine Leute da, die mir gefielen und die Ausflüge waren auch nicht mein Fall. Wir wollten uns ja noch ein Auto mieten.

Also : Auf dem Rückweg Gambas Al Ajillo essen und dann auf dem Balkon sonnen. Und Abends in ein anderes Restaurant auf ein Entrecote Pimento (Pfeffersteak), das richtig gut schmeckte, also keins mit dieser Maggisoße war, sondern selbst zubereitet.

Der größte Wasserpark Europas ist an der Costa Adeje mittlerweile eröffnet. Es gibt 14 verschiedene Wasser-Attraktionen incl. der 28 Meter langen “Kamikaze-Rutsche”, einem Wellenbad und einem Seelöwengehege. Tropische Gärten, riesige Fabelfiguren, Angkor Wat nachempfundene Tore und aus Thailand importierte Holzhäuser erzeugen ein asiatisches Flair. Der Siam Park ist ein Schwesterprojekt des Loro Paruqe im Norden der Insel.

 

 

4. Tag

Frühstück auf dem Balkon. Die Eier brauchte man gar nicht aufzuschlagen, die fielen durch die Vibrationen der Bagger von gegenüber von selbst auseinander. Dann schauten wir uns noch spazierengehend die nähere Umgebung an und verglichen die Automietpreise. Ein Mercedes A 130 war fast genauso teuer/billig wie ein Opel Corsa. Da wir den sowieso mal ausprobieren wollten, reservierten wir einen vor. Dann gab's Gambas Al Ajillo und sonnenbaden für den Rest des Tages. Und Abends zur Abwechslung mal 'ne Pizza, die sogar gut geschmeckt hat, ist in Spanien nicht immer so. Wir hatten aber vorher auf die Teller am Nachbartisch geschaut und die Dinger sahen sehr gut aus. Eigentlich schreibe ich ja über Teneriffa gar nichts, oder ? Nur übers Essen. Aber wenn man den ganzen Tag nur faulenzt, hat man ja nicht viel zu schreiben. Und ich muß ja ein bißchen Text um die Bilder machen.......Der Ort, in dem wir wohnen, ist eigentlich gar keiner, sondern eine Ansammlung von Hotels und Apartementanlagen, die wild durcheinander in die Landschaft gebaut wurden. Nur der Hafen, Porto Colon, von dem aus Columbus damals seine Fahrt nach Indien angetreten hat, ist echt.

 

 

5. Tag

Der Wagen war von Russen geliehen und natürlich nicht pünktlich zurückgegeben worden. Wir bekamen stattdessen einen 180er Benz für einen Tag bzw. bis die Russen den anderen zurückgeben würden. Es war strahlend blauer Himmel und wir wollten das ausnutzen und uns den höchsten Berg Spananiens, den Teide, ansehen. nach einer abwechslungsreichen Anfahrt über Arona und La Escalona errreichten wir Vilaflor, das höchstgelegene Dorf Spaniens. Hier wird die Landschadt durch "intensiven" Ackerbau geprägt, z.B. Kartoffeln und Wein. Im Centro de Visitantes kann man einen Film über den Nationalpark des Teide in den einzelnen Jahreszeiten sehen. Anschließend kommt in etwa 2.000 Metern Höhe die "Caldera de las Canadas" . Das ist der alte Krater mit 17 km Durchmesser, dessen Kegel durch eine Eruption weggesprengt wurde. Aus ihm entstand bei späteren Ausbrüchen der heutige Vulkankegel, der Teide, den man von hier aus gut sehen kann.

So liest sich das also an, wenn ich, wie viele andere auch, die Informationen aus einem Reiseführer, in diesem Fall das TUI - Ausflugsheft, abschreibe. Der andere Stil fällt doch gleich auf, oder ?

Wir hatten heute Glück, daß der Berg wolkenfrei war und seine ganze Pracht vor uns entfalten konnte. Nach einigen Fotostops kamen wir an der Seilbahn an, die zum Gipfel des 3555 Meter hohen Teide fährt. Es warLal@ @ Teide mittlerweile halb 4 nachmittags und es waren nur noch etwa 20 Autos auf dem Parkplatz. Morgens und Mittags ist hier wohl schwer was los, dann ist hier alles voller Busse, wie uns von einem älteren deutschen Ehepaar verraten wurde. Die Fahrt nach oben kostet, tja, ich weiß es nur noch in Peseten, mittlerweile wird es wohl ca. 15 € kosten. Und das Foto, das vor der Abfahrt gemacht wird, kostet noch mal extra, wenn man es haben will. Man sollte auf jeden Fall etwas warmes zum Anziehen mit haben, oben ist es kalt. Man hat einen wunderschöne Ausblick über fast die ganze Insel und kann dann eine Rundgang durch die Lava rund um den Berg machen. Wer bis ganz oben will, braucht eine Genehmigung, die vorher in Puerto de la Cruz unter Vorlage des Personalausweises beantragt werden muß. Leider ist mir nicht bekannt, wo genau, die die Stadt ist ja ein relativ flexibler Begriff. Ich würde meine Reiseleiterin fragen.....

Die Luft ist sehr dünn und man sollte sich nicht zu viel zumuten, wandermäßig, es ist anstrengender als unten im Tal. Mit der vorletzten Gondel fuhren wir dann wieder runter und von unten weiter nach Los Roques de Garcia, einer Ansammlung von Lavasteinen, die auch irgendwo zwischen dem Bryce Canyon und Arches Park stehen könnte. Nach Hause fuhren wir dann die Strecke, die wir noch nicht kannten, nämlich die C 823 in Richtung Chico. Mit einem kurzen Stop beim kleinen Bruder des Teide, des Pico Viejo, der 700 m kürzer ist. Die weitere Strecke erinnerte mich an Big Island, die Hawaiianische Hauptinsel, dort sieht es ähnlich aus. Die Straße geht durch Lavafelder, rechts und links schwarze Brocken, soweit das Auge reicht. Und zum Schluß über die Autopista nach Hause.

In einem Restaurant, das etwas abseits der Hauptstraße lag, gab es einen Thunfisch Canaria zum Abendessen. Noch einer zum Thema Essen : Wenn etwa um 8 Uhr abends alle Läden voll sind, sollte man sich mal umsehen, wo gar nichts los ist. Da gibt es meistens " richtige " spanische Küche und es wird erst ab 10/halb 11 voll. Ein Spanier würde nie zu so früher Zeit wie um 8 zu Abend essen. Dafür kann es dann schon mal bis 1 Uhr nachts dauern. Überall, wo es früh voll ist, gibt es nur Touristenessen. Heute gab es übrigens zum ersten Mal keine Gambas Al Ajillo am Nachmittag.

 

L´TUR - Europas Nr.1 für Last Minute
 

 

 

6. Tag

Heute war endlich das Auto da, was wir haben wollten. Wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Santa Cruz. Mit einigen Stops an verschiedenen Stränden. Playa de Los Abrigos, Play del Mediano und Playa de Poris, haben uns aber alle nicht besonders begeistert, aber wen interessiert's, Hauptsache man kann in der Sonne braten. Allerdings war sehr guter Wind zum surfen.

Wir wollten uns die Pyramiden von Güimar ansehen, haben aber nach einem Blick von außen durch den Zaun darauf verzichtet. Es sah aus wie eine Art Garten mit verschiedenen Terrassen.. Dafür eine Nachbildung von Thor Heyerdahl's "Kon Tiki" . Und das kam so: Der 2002 verstorbene Forscher Thor Heyerdahl erkannte bei einem Besuch Teneriffas auf den ersten Blick: Die Steinhaufen mussten Pyramiden sein, ähnlich denen in Mexico. Heyerdahl schloss daraus, daß die Ureinwohner Teneriffas möglicherweise mit den Einwohnern Zentral- und Südamerikas in Verbindung gestanden haben. Oder mit Außerirdischen.....

Ausgrabungen haben mittlerweile gezeigt, daß die Bauten in Güimar auf die Sonnenwenden von Sommer und Winter ausgerichtet sind, was auf sonnenkultische Zwecke der Pyramiden hinweist. Seit 1998 ist rund um die sechs Stufenpyramiden aus Vulkangestein, an denen weiterhin geforscht wird, ein Museum und Kulturzentrum entstanden.

Wir haben uns die sensationellen Ausgrabungen trotzdem nicht angesehen und das gesparte Eintrittsgeld lieber in Gambas Al Ajillo angelegt.

Zurück sind wir dann die C 822 gefahren, parallel zur Autopista, aber oben am Berg mit einer sehr schönen Übersicht über die Küste. Sehr kurvig, es lohnt sich aber. Abends habe ich dann als Essen Philly Cheese Melt in meinen Aufzeichnungen, habe aber keine Ahnung, wo das gegessen worden ist. Und kann mich auch nicht mehr daran erinnern. In den USA ist das eine Art Hot Dog Brötchen mit in Stücke gehacktem Rindfleisch, Zwiebeln, Paprika und Käse überbacken.

 

 

7. Tag

Wir Playa de las Americashaben uns Playa de las Americas und Los Cristianos angesehen. Riesige Hotelbauten, Restaurants und Burgerläden ohne Ende und am Strand alles schön sortiert. Alles liegt in einer Reihe unter den Sonnenschirmen. So wird es in Adeje wahrscheinlich in ein paar Jahren auch aussehen. Vor allen Dingen die in die Berge gebauten Anlagen verschandeln die Landschaft. Sind wohl alles Time Share Objekte, man wird häufig darauf angesprochen, ob man nicht zum supersonderbilligen Kurs ein Wohnrecht auf Lebenszeit kaufen will. Ist natürlich alles Beschiß, aber das dürfte ja wohl mittlerweile jeder wissen, oder ? Meistens ist ja alleine der Flug schon teurer als Flug plus Hotel. Und es kommen noch viele kleinere Kosten dazu, von denen vorher nichts gesagt wird. Was mich wundert, ist, das sogar die TUI mittlerweile in das Geschäft eingestiegen ist. Betrug ist es trotzdem. Natürlich durften zwischendurch die Gambas AlAjillo nicht fehlen und abends gab es eine riesige köstliche Fischplatte in dem Laden, in dem wir auch schon den canarischen Thunfisch gegessen hatten.

[Europa] [Deutschland] [Dänemark] [Frankreich] [Spanien] [Fuerteventura] [Mallorca] [Teneriffa] [Griechenland] [Österreich] [Segeln]

 

 

 

WEBCounter by GOWEB