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Wie schon im Vorwort erwähnt, empfehle ich Maui als erste Insel. Oder als letzte. Auf jeden Fall sollte man den Hin- und Rückflug zu einer anderen Insel machen, man spart sich Zeit und Geld, weil man einen Interisland Flug weniger machen muß.
Unser erster voller Tag auf Maui. Es hätte ein wunderbarer Urlaubstag werden können.
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Ein Schlüsselerlebnis
Es gibt Momente im Leben einer Frau, da könnte sie ihrem Liebsten den Hals umdrehen, ihn vierteilen, erdolchen, erstechen, köpfen, erhängen, ihm Arsen unters Essen mischen, ihn von der Klippe stürzen, ihm Skorpione und Klapperschlangen ins Bett legen. Aber lasst mich von vorne beginnen. Unser erster Tag auf Maui versprach nicht so gutes Wetter. Das heißt, mein nach der langen Anreise wohlverdienter Strand-Tag fiel wegen Nebel aus. Stattdessen zogen wir die Besichtigung des ortsansässigen Haleakala vor.
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Eine wunderschöne Serpentinenstraße mit tollen Ausblicken führte uns dem Gipfel entgegen. Leider wurde die sonst bestimmt schöne Aussicht vom Kraterrand durch Regenwolken getrübt. Oben angekommen pfiff der Wind durch die Lagen der wärmsten Sachen; die wir im Gepäck hatten (hallo-ho, wir sind auf Hawai-hi) und der Regen fiel waagerecht. Die Sicht war gleich Null und so war ich nicht böse, gleich wieder ins Auto zu müssen, wir sahen sowieso nicht, in welche Richtung wir den Krater gesehen hätten.
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Auf dem Weg nach unten ließ der Regen etwas nach und so meinte Volker, das Nationalparkwillkommenschild noch einigermaßen knipsen zu können. Tja, wenn er nicht auf die selten dämliche Idee gekommen wäre, den Autoschlüssel im Kofferraum einzusperren. Was danach kam, war eine Geduldsprobe von insgesamt fast vierstündigem Warten unterbrochen von Zornesausbrüchen ob seiner unsagbaren Dämlichkeit, darauf zu vertrauen, dass sich in jedem Cabrio ein Knopf zum Öffnen des Kofferraumes befindet. Dann könnte man ja auch gleich alle Wertsachen im offenen Auto frei verfügbar liegen lassen....
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Die Scheiben waren irgendwann total beschlagen, durch die fehlende Dichtung in der Beifahrertür pfiff der Wind, kein Radio, kein Licht, keine Heizung. Und Volkers lange Hose und mein Buch lagen wohlverschlossen im Kofferraum. So warteten wir auf den Schlüsseldienst, den zuvor zwei freundliche amerikanische Mustangfahrer für uns angerufen hatten. Die Zeit verring nur zähflüssig und ich plante bereits – nein, nicht die anfänglich aufgeführten Dinge mit Volker anzustellen – sondern Notfallpläne. Gut, es war noch hell, im Park waren noch Leute, also alles nicht so schlimm. Bis der Locksmith, der uns nach Volkers Meinung eigentlich gar nicht übersehen konnte, an uns vorbei fuhr. Volker hatte es aber auch gar nicht eilig, als wir trotz vernebelter Windschutzscheibe den Wagen endlich erkannten, rauszuspringen und zu signalisieren, dass wir es sind, die auf ihn warten. Für ihn war es klar, wir waren doch nicht übersehbar. Für die Locksmith’s waren wir jedoch ein Paar, das nicht gestört werden wollte, und so fuhren sie weiter. Nach einer weiteren knappen Stunde, mittlerweile war die Sonne untergegangen und es wurde dunkel, das Auto-Erkennen wurde also beiderseits recht schwierig, und ich sah uns schon auf der Titelseite der Bild am Sonntag – Deutsches Paar auf Hawai’i erfroren – retteten sie unseren Schlüssel aus dem Kofferraum, uns vom 11.000 feet hohen Haus der Sonne (nein, die Hawai’ianer haben aber auch einen Sinn für Humor) und Volkers Leben.
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Ein paar Infos: Wie kommt man hin? Der Highway 378 führt gut ausgeschildert bis auf den 3.040 Meter hohen Vulkan. Für die von Kahului aus ca. 50 Meilen lange Strecke (via Haleakala Highway #37) benötigt man mindestens 1,5 Stunden. Der Haleakala National Park erstreckt sich vom Fuße des 3055 Meter hohen Gipfel des Haleakala die Südostflanke des Berges hinunter bis zur Kipahulu Küste in der Nähe von Hana.
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Bekannt ist der Gipfel für seine ganz aussergewöhnlichen Sonnenaufgänge. Und das kam so: Klick
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Wer dieses Schauspiel ansehen möchte, muss sehr früh aufstehen. Durch die lange Anfahrtzeit - und die vielen anderen Touristen, die auch hoch wollen, sollte man ab ca. 3 Uhr morgens los fahren. Lange Hose, Pullover, Anorak, Mütze, Schal sollten dabei sein, auf 3.000 Meter Höhe kann es nachts very cold sein.....
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Die Farbenvielfalt wird verursacht durch die je nach Zusammensetzung in rot, grün, blau oder gelb schimmernde Lava. Auf Wanderpfaden ist der über 1.000 m tiefe Krater gut begehbar. Hier findet man unter anderem die seltene Nene Gans und das sehr seltene Silberschwert, das nur am Gipfel des Haleakala Kraters vorkommt. Wer gerne wandert, sollte einen ganzen Tag oben einplanen und Essen und jede Menge Wasser mitbringen. Wanderer sollten den Halemau’u Trail begehen.
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Um kurz vor 8 waren wir wieder im Hotel, machten uns frisch und fuhren weiter ins Outback, wo es heute einen Outback Burger und für mich ein chargrilled Ribeye mit gegrilltem Lobstertail gab, obwohl ich eigentlich nichts verdient hatte - ausser einer Tracht Prügel vielleicht.
Eine sehr klitzekleine winzige Rehabilitation bekam ich ein paar Tage später, als sich herausstellte, daß alles in einem Sebring nicht passiert wäre, weil der Kofferraum dort von innen geöffnet werden kann...
Nachtrag: Alamo hat mir in der Rubrik “Aussperrung” 48 $ berechnet.
130 Meilen gefahren
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